Lean Process Governance

Warum geben Sie Geld für Produkte oder Dienstleistungen aus? Oder vielmehr: wofür?

Damit der Hersteller oder Dienstleister seine Ergebnisziele erreicht? Wohl eher nicht.

Sie kaufen, weil Sie sich verstanden und aufgehoben fühlen. Weil die Leistung verlässlich ist, die Qualität stimmt und ein echtes Problem gelöst wird.

Genau das ist der Ausgangspunkt von Lean Process Governance: Wie übersetzen wir Werte und Vision in einen organisatorischen Rahmen, der jeden Einzelnen befähigt, wertschöpfend zu arbeiten und seinen Beitrag zum großen Ganzen zu leisten – gerade dann, wenn die Welt um uns herum so unruhig ist?

Was macht Organisationen aus, in denen Kooperation, Vertrauen und Wertschöpfung gedeihen können?

Eine Antwort: Sie orientieren sich konsequent am Fluss der Wertschöpfung – vom Kundenauftrag bis zur Bereitstellung. Strukturen und Prozesse folgen diesem Fluss, nicht umgekehrt. Die Grundhaltung dahinter ist Service-Orientierung: Jeder Schritt im Prozess ist ein Dienst am Nächsten, am Kunden draußen oder am Kollegen im nächsten Schritt.

Dabei gilt: Leitplanken so eng wie nötig, so breit wie möglich. Innerhalb der Process Governance hat jeder Process Owner den Spielraum, den er braucht. Und jeder Einzelne weiß, wofür es sich lohnt.

Lean Process Governance baut auf vier Kernprozessen, die ihre volle Wirkung im Zusammenspiel entfalten.

Strategy → Commitment

Mit Hoshin Kanri wird die Strategie über alle Ebenen so übersetzt, dass jeder Einzelne seinen Beitrag kennt und daran gemessen werden kann. Als Orientierung und aus Wertschätzung.

Processes → Value

Quality Gates (QGs) strukturieren End-to-End-Prozesse so, dass jede Phase mit klaren Ergebnissen abschließt. Fehler werden proaktiv gemeldet, damit sofort gegengesteuert wird und daraus gelernt werden kann.

Leadership → Empowerment

Customer Value Management (CVM) ist ein ganzheitliches Führungsinstrument (auch als Shopfloor Management bekannt) und umfasst fünf Aufgaben: Regelkommunikation, Befähigung, Prozessbestätigung, strukturierte Problemlösung und kontinuierliche Verbesserung.

Projects → Reliability

Lean Project Management (LPM) sorgt dafür, dass Projekte – ob Transformation, Digitalisierung oder Lean-Initiative – verlässlich, fokussiert und vorausschauend zum Abschluss kommen. Die Grundprinzipien: Klarheit, Transparenz, Konsequenz.

Lean Process Governance ist in den unterschiedlichsten Branchen und Unternehmensgrößen anwendbar – gerade deshalb, weil Menschen überall gemeinsam Wert schaffen wollen und dafür einen verlässlichen Rahmen suchen.

Was ich in der Praxis erlebe:

  • Strategie und gelebter Alltag finden zueinander.
  • Führungskräfte vermitteln Sinn – und leben ihn vor.
  • Prozesse werden bereichsübergreifend klarer und konsistenter.
  • Projekte kommen verlässlich zum Abschluss.